Geschichte der thailändische Eisenbahn:

 
     
 

Die Geschichte der thailändischen Eisenbahn könnte mit einem Geschenk der Königin Victoria von England an den Koenig Mongkut (Rama IV) im Jahr 1855 begonnen haben. Denn es ist gut möglich, dass der Begründer der thailändischen Eisenbahn, dessen Sohn und nachfolgender Koenig Chulalongkorn mit dieser geschenkten Spielzeuglok, die den Namen Victoria trägt, gespielt hat. Dieses Geschenk sollte natürlich auch den Weg für eine hinterindische Eisenbahn bereiten, die im eigentlichen Interesse Englands stand.


1888


Koenig Chulalongkorn, der 1868 seinem Vater auf den Thron folgte, erteilte einer englischen Firma unter der Führung von Sir Andrew Clarke den Auftrag Pläne für ein Eisenbahnnetz auszuarbeiten.


1891


Drei Jahre später legte die Firma Panchard ihre Vorschläge mit drei Spurweiten 600, 1000 und 1435 mm vor. Im Herbst des gleichen Jahres kam der Eisenbahningenieur Karl Bethge von der Firma Krupp nach Thailand und bekam von der siamesischen Regierung diese Pläne zur Begutachtung vorgelegt.
Es gelang ihm nachzuweisen, dass die Bahn von Bangkok nach Korat (Nakhon Ratchasima), die 265 km lang sein sollte, wesentlich günstiger gebaut werden könnte.
Die siamesische Regierung beriefen den vorher in Deutschland zum königlichen preußischen Baurat beförderten Bethge in den siamesischen Staatsdienst und wurde Leiter der neuen Eisenbahnbauabteilung.
Die Bauarbeiten wurden allerdings entgegen dem Rat von Bethge an die englische Firma Murray Campbell als günstigster Bieter vergeben. Die Leitung des Baues übernahm G.M. Campbell.


09. März 1892


Am 09. März 1892 wurde durch Koenig Chulalongkorn und dessen Kronprinz der Bahnbau durch den ersten Spatenstich eröffnet und eine Proklamation zum Bau einer thailändischen Eisenbahn herausgegeben. Der reich verzierte Spaten und dazugehörige Schubkarre sind heute im Nationalmuseum in Bangkok zu sehen.

Die Ernennung des deutschen Bethges zum Chef der thailändischen Eisenbahn, war einer jener klugen Schachzüge durch die Siam seine Unabhängigkeit behielt. Im Westen, Burma, und im Süden, Malakkahalbinsel, waren die Engländer, im Indochina die Franzosen, die beide versuchten ihren Besitz und Einfluss auf Kosten Siams zu erweitern.
Hätten englische Unternehmer und Ingenieure den Bahnbau übernommen, wäre dies eine Bedrohung der siamesischen Souveränität gewesen.
Durch die Übertragung der Leitung auf einen Deutschen wurde ein Keil zwischen diese beiden rivalisierenden Mächte getrieben, zudem hatte Deutschland in dieser Region keine eigenen kolonialen Ambitionen.

Bethge verpflichtete, mit Wissen der siamesischen Regierung, weitere deutsche Ingenieure für den Bahnbau. Bereits 1892 stellte er zwei weitere Ingenieure, die beide einmal seine Nachfolge übernehmen sollten, ein. Hermann Gehrts (1854-1914) und Luis Weiler (1836-1918) standen beide in Diensten der preußischen Staatsbahn, als sie nach Thailand gerufen wurden. Der junge Gehrts wurde sofort die rechte Hand Bethges und der noch nicht 30 jaehrige Weiler wurde Sektionalingenieur an der durch den Urwald führenden Strecke nach Korat.
Weiler schrieb regelmäßig Briefe an seinen Vater in Wiesbaden. Da sein Vater ebenfalls Eisenbahnigenieur war, der in Spanien und Russland Bahnen gebaut hatte, konnte er seinem Vater wie einem Kollegen schreiben. Die mit zahlreichen detaillierten Zeichnungen versehenen Briefe sind nahezu alle erhalten geblieben und befinden sich im Archiv des Deutschen Museums in München.
Es gab viele deutsche Ingenieure, die im Ausland Bahnen bauten, aber Weiler ist einer der wenigen der über einen langen Zeitraum sehr ausführlich berichtet hat.
Weiler wirkte bis 1897 als Sektionsigenieur an der Koratbahn und ist anschließend über China, Japan und Amerika nach Deutschland zurückgekehrt.


26. März 1894


Am 26. März 1894 wurde die thailändische Eisenbahn durch die Eröffnung der Strecke Bangkok Ayutthaya geboren.

1. September 1896


Die Eisenbahnverwaltung kündigte zum 01.09.1896 dem englischen Unternehmen den Vertrag, da diese Firma nicht in der Lage war die Bauarbeit vertragsgemäß zu erfüllen. Die Arbeiten wurden nun in eigener Regie übernommen, was eine erhebliche Mehrbelastung für die deutschen Ingenieure bedeutete.
Dennoch war es noch im gleichen Monat gelungen, die Schienenverbindung bis Bangkok herzustellen. Die Strecke war zu diesem Zeitpunkt 135 km lang. Im Dezember 1896 nutzte der Koenig die Gelegenheit mit dem Zug bis zur Bahnspitze zu fahren.
An einer besonders eindrucksvollen Stelle bei km 136,5, einem überhängendem Stein, schrieb Koenig Chulalongkorn mit Kreide seinen Namen auf den Felsen und tat mit einem goldenen Meisel und Hammer die ersten Schläge zum Aushauen. Der heute stark verwitterte Schriftzug ist heute noch zu sehen.
1897 dauerte eine Fahrt nach Bangkok 6 Stunden, die vor dem Bahnbau 5 Tage dauerte.


1904


Im Frühjahr 1904 erreichte Weiler im Haifa, wo er ebenfalls am Eisenbahnbau wirkte, die Berufung zum Generaldirektor der siamesischen Bahnen.
Bethge war im Jahr 1900 an Cholera gestorben und dessen Nachfolger Gehrts plante im Jahr 1904 in den Ruhestand zu treten.
Als Weiler 1904 seine Stelle antrat war die Koratbahn fertig gestellt und die Südbahn hatte Petchaburi erreicht.
Die verschiedenen Spurweiten der östlichen und westlich des Menam Chao Phraya gelegenen Bahnlinien sollten in Zukunft noch zu manchen technischen und politischen Schwierigkeiten führen. Die Nordbahn (östlich des Chao Phraya) war eine Normalspurbahn mit 1435 mm und die Südbahn (westlich des Chao Phraya) eine Schmalspurbahn mit 1000 mm Spurweite.
Da der Güterverkehr dem Personenverkehr hinterher hinkte, die Thais nutzten weiterhin die Klongs, führte Weile als erste Maßnahme einen erniedrigten Gütertarif ein.
Weiler hatte die Aufgabe den Bahnbau in Richtung Norden und Süden voranzutreiben, die größte Schwierigkeit war die Beschaffung von Arbeitskräften. Da Thais nur schwer zu mobilisieren waren, wollte Weiler Japaner einsetzen. Der Koenig entschied letztlich Chinesen anzuheuern.
Bei der Vergabe von Aufträgen zur Lieferung der Lokomotiven, schnitten deutsche Firmen wie Henschel / Sohn, Krupp etc. durch Entscheid des Koenigs besonders gut ab.
Zu Weilers Aufgaben gehörte auch, den Koenig auf seinen Bahnreisen im Hofzug zu begleiten. Dies geschah erstmalig am 7. August 1904, als der Koenig einen Extra
Zug für eine Fahrt von Bangkok nach seiner Sommerresidenz Bang Pa In bestellt hatte.

Die Weiterführung der Südlinie und der Ostlinie bereiteten fast unüberwindliche politische Schwierigkeiten, weil nach einem Abkommen von 1896 der Süden und Westen zu dem englischen und der Osten zu dem französischen Einflussgebiet gehörten. Die siamesische Regierung wollte zum Ende des Jahres 1906 an den Ausbau der Südlinie gehen, welches allerdings auf den Widerspruch der Engländer stieß. Diese verlangten den Bau der Eisenbahn unter englischer Leitung, was allerdings Siam auf jeden Fall vermeiden wollte.
Daher wurden alle Anstrengungen auf den Bau der Nordlinie (Bangkok nach Chiang Mai) konzentriert, die nicht dem französischen oder englischen Einfluss unterlag.


1908


In den ersten Tagen des Jahres 1908 wurde die Ostlinie nach Paetriu ( heute Chachoengsao) und die Nordlinie bis Pitsanoluk bei km 389 der 751 km langen Strecke nach Chiang Mai eröffnet. Am 11. November, dem Krönungstag, konnten weitere 67 km auf der Nordstrecke eröffnet werden. Somit waren nun 844 km Strecke in Betrieb und es befanden sich 228 Europäer im siamesischen Staatsdienst, davon 45 Deutsche (allein 35 bei der Bahn).


1909


Im Frühjahr des Jahres 1909 stellte die Regierung den Bau der Nordbahn ein und führte den Bau der Südlinie unter der Leitung des Engländers Gittins weiter. Dies war eine Folge eines mit den Engländern abgeschlossenen Vertrages, durch den die Sultanate Tsinganu, Kelantan und Keddah an England abgetreten werden mussten. Als Gegenleistung gaben die Engländer eine Anleihe von vier Millionen Pfund für den Bau der Südlinie.
Bis Zu dieser Zeit konnte dennoch unter allen Schwierigkeiten die Bahnstrecken auf 925 km erweitert und somit unter der Leitung Weilers nahezu verdoppelt werden.
Im Dezember 1909 wurde die Pitsanoluk Strecke durch den Kronprinzen eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt waren insgesamt 49 Lokomotiven aus deutscher Produktion im Dienste der thailändischen Staatsbahn. Waggons wurden hauptsächlich aus Deutschland, Belgien, Holland und England importiert.

1910


Im Jahr 1910 wurde der neue Güterbahnhof am Fluss in Bangkok eröffnet, von hier konnte die Fracht von Schiffen direkt auf die Bahn umgeladen werden.
Im Sommer des gleichen Jahres nahm Weiler für Siam am internationalen Eisenbahnkongress in Bern teil.

Als Koenig Chulalongkorn stirbt wird der Eisenbahnbau von dessen Nachfolger Koenig Vajiravudh (Rama VI) weitergeführt. Allerdings wurde erst einmal nur die Südlinie weitergebaut und Weiler entdeckte bei einer seiner Inspektionsreisen den Badestrand von Hua Hin. Er ließ durch die Eisenbahnverwaltung zwei hölzerne Badehütten bauen. Dies waren die Vorläufer des im Jahre 1923 eröffnete Railwayhotel (das heutige Sofitel) und der erste Touristenort in Thailand gegründet.


1912


Der Koenig lässt Weiler die Nordlinie weiterbauen. Zwischen Lampang und Chiang Mai musste ein 1,6 km langer Tunnel gebaut werden, die Arbeiten leiteten die deutschen Ingenieure Eisenhofer und Goette. Als Emil Eisenhofer 1962 hochbetagt starb, wurde er am Nordausgang des Khun Tan Tunnels beigesetzt, welches heute noch gepflegt wird.


1914-1918 1. Weltkrieg


Nach dem Beginn des 1. Weltkrieges kam der Eisenbahnbau nahezu zum Stillstand, viele deutsche Ingenieure verließen das Land.
Siam, welches zwischen englischen und französischen Kolonialbesitz lag, konnte seine anfängliche Neutralität auf Dauer nicht aufrecht erhalten. Um einen Ausgleich zwischen den immer stärker auseinander gehenden deutschen und englischen Interessen beim Bahnbau zu finden, wurde der Prinz Purachatra zum Generalkommisar der Staatsbahnen, der englische Eisenbahningenieur zum Gittins zum Eisenbahnberater und Weiler zum Chefingenieur ernannt. In diesem Zusammenhang wurden auch die beiden Eisenbahnverwaltungen West und Ost in eine vereinigt.
Diese Lösung war jedoch nur einige Wochen haltbar, am 22. Juli 1917 erklärte Siam unter Druck der Entente Deutschland den Krieg. Weiler wurde ebenso wie alle anderen Deutschen interniert, nachdem er noch kurz zuvor mit dem Weißen Elefanten Orden II. Klasse ausgezeichnet wurde.
Vorzeitig aus der Internierung entlassen verließ Weiler mit Genehmigung der siamesischen Regierung als schwerkranker Mann das Land und starb auf einem dänischen Schiff am 16. Januar 1918 vor der Ostküste Afrikas.

1916 wurde der Bangkoker Hauptbahnhof, dessen Grundsteinlegung bereits 1910 war, mit maßgeblicher deutscher Hilfe eröffnet. Die ganze Stahlkonstruktion stammte aus deutscher Produktion, der Bau wurde an eine italienische Firma vergeben


Nach 1918


Das gesamte siamesische Eisenbahnnetz wurde unter dem Einfluss der Engländer nach dem ersten Weltkrieg auf Meterspur umgebaut, um so den Anschluss an die Bahnen in deren Kolonien auf der Malakkahalbinsel und in Burma zu ermöglichen.

Zwischen den Jahren von 1929-1931 kamen von 28 bestellten Lokomotiven 15 aus Deutschland von den Firmen Henschel und Hanomag. Die letzte Lieferung aus deutscher Produktion erfolgte bis 1936. Bis 1930 waren über 90% des Eisenbahnnetzes bereits auf Metersystem umgebaut worden.


1939-1945 2. Weltkrieg


Im zweiten Weltkrieg wird der Eisenbahnbau stark zurückgeworfen, da viele Strecken durch Bombardierungen stark beschädigt wurden.


1982


Die erste Diesellokomotive wird eingesetzt

Quellen:

  • "Bahnhof Bangkok" von Clemens Weiler, Herausgeber: Deutsch-Thailändische Gesellschaft e.V.
  • Thailife
  • Website der thailändischen Eisenbahn

 

Links:

Thailändische Eisenbahn

Thailife.de

2Bangkok.com

 

 
 

Zeittabelle der thailändischen Eisenbahn:

22.09.1888  
Die erste thail. Straßenbahn (gezogen von Pferden) wird in Betrieb genommen. Die Strecke verlief von City Pillar bis Thanon Tok (AKA Bangkholaem Line) und wurde von einer dänischen Firma betrieben.
zwischen 1889-1891  
Die Straßenbahn wurde an die britische Bangkok Tramways Co. Ltd. verkauft.
1890  
Die Royal Siamese Railway (RSR) wurde gegründet.
1891  
Der Bau der Strecke Bangkok-Ayutthaya-Nakhon Ratchasima wurde begonnen (ursprünglich in Standard Spurweite)
23.05.1892  
Die Straßenbahn wechselte wieder zur dänischen Firma und wurde von der Siam Electricity Company Ltd. (SEC) unterstützt.
01.02.1893  
Die Straßenbahnlinie Nr. 1 wurde elektrifiziert
11.04.1893  

Die Hualamphong-Paknam Railway wurde eröffnet (Private Gesellschaft)

>Plan der Paknam Railway<

 

26.03.1897  
Die Hualamphong-Ayutthaya Linie wurde eröffnet (71 km).
01.05.1897  
Die Verlängerung Ayutthaya-Ban Phachi-Kaeng Khoi (53 km) wurde eröffnet.
03.03.1898  
Die Verlaengerung Kaeng Khoi-Muak Lek (27 km) wurde eröffnet.
25.05.1899  
Die Verlängerung Muak Lek-Pak Chong (28 km) wurde eröffnet.
21.12.1900  
Die Verlängerung Pak Chong-Nakhon Ratchasima (85 km) wurde eröffnet.
01.04.1901  
Die Strecke Ban Phachi-Lopburi der Nordlinie wurde eröffnet (43 km). Ursprünglich in Standardspurweite.
Sept. 1901  
Die Straßenbahnlinie Nr. 2 zwischen Bang Krabue and Hualamphong (AKA Samsen Linie) wird eröffnet. Eigentümer ist die Bangkok Tramways Co., Ltd. eine Tochter der Siam Electricity Company Ltd. (SEC).
19.06.1903  
Der Abschnitt Thonburi-Phetchaburi der Südlinie wurde eröffnet (150 km)
04.01.1905  
Die Khlong San-Mahachai Railway, eine private Gesellschaft, wird für die Öffentlichkeit eröffnet. King Vajiravut eröffnete die Strecke am 29 Dezember 1904. (33,1 km)
01.10.1905  
Die Straßenbahnlinien 5, 6 und 7 werden eröffnet. Zwischen Banglamphoo and Hualamphong (AKA Hualamphong Line); zwischen Thewet and Wat Liab (AKA Dusit Line); und the City Circle Line. Alle im Eigentum der the Siamese Tramways Co.
31.10.1905  
Der Abschnitt Lopburi-Pak Nam Pho (Nakhon Sawan) der Nordlinie wird eroeffnet (117 km in Standardspur)
1905 oder 1906  
Die Tha Ruea-Phra Phutthabat Railway (Spurweite 750 mm ) wird eröffnet.
1907-1918  
Bau des Khun Tan Tunnels
24.01.1908  
Der Abschnitt Pak Nam Pho-Phitsanulok (Nordlinie) wird eröffnet (149 km, Standardspur)
24.01.1908  
Der Abschnitt Yommarat-Makkasan-Chachoengsao (Ostlinie) wird eröffnet (61 km, Standardspur)
01.02.1908  
Die Bangkok Tramways Co., Ltd. erwirbt die Mehrheit von Siamese Tramways Co., Ltd.
11.08.1909  

Die private Ban Laem-Maeklong Railway wird eröffnet (33,8 km).

> Plan der Maeklong Railway <

 

15.08.1909  
Die Ban Dara-Sawankhalok Linie wurde eröffnet (29 km, Standardspur)
15.02.1910  
Die Makkasan-Khlong Toey Line (AKA Port Railway, Maenam Railway) wurde eröffnet (5 km, Standardspur)
Juni 1910  

Der Makkasan Railway Plant (Depot und Wartungscenter) wurde eröffnet.

1913  
Die thailändische Eisenbahn wird in ein Nord- und Südeisenbahn aufgeteilt. Die Nordeisenbahn steht unter dem Einfluss von Deutschland (Standardspur) und die Südeisenbahn wurde von den Engländern beeinflusst (Schmalspur).
01.01.1914  
Die Abschnitte Phetchaburi-Hua Hin-Wang Pho (82 km) und Phatthalung-U Tapao (84 km) sowie die Abzweige Thung Song-Kantang und Hat Yai (U Tapao)-Songkhla [29 km] der Südeisenbahn wurden eroeffnet.
01.10.1914  
Die Abzweige Khao Chumthong-Nakhon Si Thammarat werden eröffnet. (35 km)
1915  
Die Thonburi-Bang Bua Thong Railway wurde eröffnet (Spurweite 750 mm)
01.04.1916  
Der Abschnitt Phitsanulok-Lampang der Nordlinie wurde eroeffnet (252 km)
01.09.1916  
Der Abschnitt Bang Saphan Yai-Chumphon der Südlinie wurde eröffnet (92 km), somit ist die Südlinie von Bangkok nach Hat Yai (U Tapao) komplett.
1917  
Die Süd- und Nordeisenbahn wird wieder zu einem Unternehmen zusammegefuehrt.
01.07.1918  
Die Strecke Hat Yai-Padang Besar wurde eröffnet (29 km). Der Anschluss an die malaysische Eisenbahn erfolgte am 01.03.1918.
02.01.1919  
Erster internationaler Expresszug von Thonburi nach Malaya.
Sept. 1919  
Es wird Entschieden in ganz Thailand die Meterspur einzuführen. Dies bedeutet, dass die Nord-, Nordost- und Ostlinie umgebaut werden mussten.
Sept. 1920-1930  
Die in Normalspur errichteten ersten Eisenbahnstrecken werden in Meterspur umgebaut. Die Northern Linie bis Pang Ton Phueng (Uttaradit), die Eastern Linie bis Chachoengsao, und die Khorat Linie.
1922-1927  
Errichtung der Rama VI Bridge, die Erste und bisher einzigste Eisenbahnbrücke über den Chao Phraya.
01.01.1922  
Der Abschnitt Lampang-Chiang Mai wird eröffnet (128 km), somit ist die Nordlinie komplett.
17.09.1922  
Der Abschnitt Hat Yai-Sungai Kolok wird eröffnet (219 km). Brückenanbindung mit der malaysischen Eisenbahn in Rantau Panjang am 01.11.1921.
1925  
Die Straßenbahn in Bangkok wird erweitert: Hualamphong-Sathorn-Khlong Toey und Pratunam-Silom Linie.
01.01.1925   Der Abschnitt Chachoengsao-Kabin Buri wurde eröffnet (100 km, Ostlinie).
01.04.1925  
Der Abschnitt Nakhon Ratchasima-Buri Ram wurde eröffnet (112 km, Linie Ubon Ratchathani)
1926  
Der Abschnitt Buri Ram-Surin wurde eröffnet (44 km, Linie Ubon Ratchathani)
13.09.1926  
Die Paknam Railway wurde elektrifiziert.
08.11.1926  
Der Abschnitt Kabin Buri-Aranyaprathet wurde eröffnet (94 km, Ostlinie ist komplett).
01.01.1927   Der Anschluss Taling Chan-Bangsue ueber die Rama VI Bridge wurde eröffnet.
05.05.1927  
Die SEC wird mit der Siamese Tramways Co., Ltd. verschmolzen und als Siam Electricity Corporation weitergeführt.
1928  
Die erste Diesellok wurde eingeführt (aus der Schweiz)
01.08.1928  
Der Abschnitt Surin-Si Sa Ket wurde eröffnet (95 km, Linie Ubon Ratchathani)
1930  
Die Bang Bua Thong Railway wurde bis nach Lat Lum Kaeo erweitert.
01.04.1930  
Der Abschnitt Si Sa Ket-Warin Chamrap wurde eroeffnet, die Ubon Ratchathani Strecke ist komplett (61 km).
1932  
Die zweigleisige Strecke zwischen Bangkok and Khlong Rangsit wurde fertiggestellt.
01.04.1933  
Der Abschnitt Nakhon Ratchasima-Khon Kaen wurde eröffnet (176 km, Nongkhai Linie)
1936  
Die Paknam Eisenbahn wurde fuer 360.000 B verstaatlicht.
15.10.1936  
Das Chitladda Dreieck wird fertig gestellt.
1938  
Der Makasan Eisenbahnbetriebshof wurde erweitert.
28.09.1939  
Die SEC wurde in Thai Electricity Corporation umbenannt.
1940  
Die Phra Pradaeng Straßenbahn wurde geschlossen
24.06.1940  
Der Ausbau der zweigleisigen Strecke zwischen Rangsit and Bang Pa-in wurde fertig gestellt.
26.01.1942  
Der Ausbau der zweigleisigen Strecke zwischen Pa-in and Ban Phachi wurde fertig gestellt.
Judy 1942  
Die private Bang Bua Thong Railway wurde geschlossen.
16.09.1942  

Beginn mit dem Bau der Todeseisenbahn nach Burma mit Kriegsgefangenen (Nong Pladuk-Kanchanaburi-Three Pagodas Pass-Thanbyuzayat)

> Plan Burma Strecke <

 

Febr. 1943  
Holzbrücke über den River Kwai wurde fertig gestellt.
Nov. 1943  
Stahlbetonbrücke über den River Kwai wurde fertig gestellt.
Jun. 1943  
Beginn des Baus einer weiteren japanischen Nachschubstrecke von Chumphon nach Kraburi und La-Un (Ranong) (Standardspur).
Nov. 1943  
Der Abschnitt Chumphon-La-Un Linie wurde fertig.
25.12.1943  
Die Burma Linie wurde eröffnet und wurde nur vom japanischen Militär benutzt.
09.02.1945  
Die Rama VI Bridge wurde durch Bomber zerstört.
13.02.1945  
Die River Kwai Bruecke wurde durch Bomber zerstört.
05.03.1945  
Die Thonburi Station wurde durch Bomber zerstört.
19.03.1945  
Teile der Chumphon-La-Un Linie wurden durch Bomben zerstört.
Andere Eisenbahneinrichtungen wurden während des 2. Weltkrieges zerstört. Makkasan Railway Plant (Betriebshof), Railway Department HQ, Chiang Mai Station, Uttaradit Station, Chulachomklao Bridge über Tapi River in Surat Thani, Paramen Bridge über den Nan River in Ban Dara
1945  
Vor dem Kriegsende wurde die River Kwai Brücke wieder instand gesetzt.
Jun. 1945  
Teile der Chumphon-La-Un Linie wurden von den Japanern demontiert.
14.08.1945  
Die Mahachai und Maeklong Railways wurden verstaatlicht
nach Aug. 1945  
Die Chumphon-La-Un Linie wurde vom britischen Militär komplett demontiert.
1947-1958  
Der Abschnitt Nam Tok-Three Pagodas Pass der Burma Eisenbahn wurde demontiert.
24.06.1949  
Der Abschnitt Nong Pladuk-Kanchanaburi wurde nach Reparatur wieder eröffnet (53 km)
vor 1950  
Die Linie Ratchawong der Straßenbahn wurde geschlossen
1950  
Die Thonburi Station wurde wiedereröffnet
01.01.1950  
Die Bangkok Tramways wird verstaatlicht und wird vom Dept. of Civil Works, Ministry of Interior verwaltet.
01.07.1951  
Der Name der Eisenbahn wurde von Royal Siam Railway (RSR) in State Railway of Thailand (SRT) geändert.
21.12.1951  
Zwei weitere Straßenbahnlinien wurden geschlossen: Chao Phraya River-Bang Krabue Intersection (?) und Chao Phraya-Wachira Intersection (‘Sukhothai Line’ ). Danach wurde die Yotse-Ratchaprasong Tram Linie zur Soi Ruam Ruedi erweitert (mit dem nicht realisierten Plan die Strecke bis zur Sukhumwit 19 zu führen)
01.04.1952  
Der Abschnitt Kanchanaburi-Wang Pho (61 km) wurde wiedereröffnet.
ca. 1955- Dec.1962
 
Die Lopburi Tramway (1 Line) wurde in dieser Zeit betrieben.
22.04.1955  
Die Verlängerung der Ostlinie von Aranyaprathet to Khlong Luek und Thai Stop (6 km) wurde eröffnet.
13.09.1955  
Der Abschnitt Udon Thani-Na Tha (49 km, Nonkhai Linie) wurde eröffnet.
13.04.1956  
Die Thung Pho-Khirirat Nikhom Linie wurde eröffnet (31 km). Die Linie sollte bis nach Phuket führen, wurde jedoch nicht realisiert.
01.07.1958  
Der Abschnitt Wang Pho-Nam Tok wurde wiedereröffnet (Burma Linie)
31.07.1958  
Der Abschnitt Na Tha-Nongkhai wurde eröffnet (6 km), die Nongkhai Linie ist fertig gestellt.
01.01.1960  
Die Paknam Railway wurde geschlossen und inkl. Stationen demontiert.
01.01.1961   Der Abschnitt Khlong San-Wong Wian Yai der Mahachai Line wurde geschlossen und die Khlong San Station demontiert.
19.12.1961  

Das thailändische Kabinett beschließt die Einstellung aller Straßenbahnen in Bangkok. Die elektrische Straßenbahn der Mahachai Line wird eingestellt.

> Plan der Bangkoker Straßenbahn 1930<

> Plan der Bangkoker Straßenbahn 1950<

 

Jan. 1962  
Der Abschnitt Bang Krabue-Hualamphong der Samsen Tram Linie wurde geschlossen und demontiert.
Apr. 1962  
Die Bang Krabue-Bang Sue Tram Linie wurde geschlossen und demontiert.
Mai 1962  
Banglamphoo-Hualamphong Tram Linie Yotse-Ratchaprasong Tram Line wurde geschlossen und demontiert.
Juni 1962  
Pratunam-Silom Tram Linie Yotse-Ratchaprasong Tram Line wurde geschlossen und demontiert.
Juli 1962  
Yotse-Ratchaprasong Tram Linie Yotse-Ratchaprasong Tram Line wurde geschlossen und demontiert.
Okt. 1962  
Der Abschnitt Hualamphong-Sathorn (-Khlong Toey?) Samsen Tram Linie wurde geschlossen und demontiert.
Dez. 1962  
Der Abschnitt City Pillar-Saphan Lek der Bangkholaem Tram Linie wurde geschlossen und demontiert.
16.06.1963  
Die Nong Pladuk-Suphanburi linie (78 km) wurde eroeffnet (es werden Reste der Todeseisenbahn (2. Weltkrieg verwendet; es war geplant die Strecke bis Lopburi zu fuehren, wurde aber nicht realisiert)
Juli 1963  
Der Abschnitt Saphan Lek-Thanon Tok der Bangkholaem Tram Line und Thewet-Saphan Dam der Dusit Tram Line wurden geschlossen und demontiert. Die letzte Straßenbahn war der Abschnitt Saphan Dam-Wat Liab der Dusit Linie (City Circle Tram).
Okt. 1963  
Der Abschnitt Wang Burapha-Wat Liab der City Circle Tram Line wurde geschlossen.
19.08.1967  
Die Abkürzungsstrecke von Kaeng Khoi nach Bua Yai wurde eröffnet (250 km).
um 1968  
SRT Fracht Terminal wurde von Hualamphong nach Phahonyothin verlegt.
01.10.68  
Die zwei letzten Teile der Bangkok Straßenbahn (Saphan Dam-National Museum und Phra Arthit Road-Wang Burapha) wurden geschlossen und demontiert.
1974  
Der Service Aranyaprathet/Khlong Luek und Poipet wurden eingestellt.
1975  
Das Dampf Reparaturzentrum in Makkasan wurde geschlossen. Alle Dampflocks wurden in den Süden verlegt und in Thung Song und Hat Yai gwartet.
1978  
Der Service zwischen Sungai Kolok und Tumpat (Malaysia) wurde eingestellt.
01.07.1978  
Die Strecke Hat Yai - Songhla wurde geschlossen
1979  
Das schwerste Eisenbahnunglück in der Geschichte Thailands, es werden 54 Menschen bei einem Zusammenstoss eines Pendlerzuges mit einem Güterzug in Talin Chang getötet.
1982  
Der reguläre Betrieb mit Dampfloks wurde eingestellt
28.09.1984  
Die Linie Chachoengsao-Sattahip bis Pattaya wurde für den Personenverkehr eröffnet. Erster Güterverkehr am 16.07.1985.
14.07.1989  
Der Abschnitt Pattaya - Sattahip wurde fertig gestellt (136 km, Satthip Linie ist komplett)
27.02.1990  
Offizielle Eröffnung der Sattahip Linie.
09.11.1990  
Der Vertrag über die Errichtung der BERTS (Bangkok Elevated Road and Train System) wurde zwischen der Thai Regierung und Hopewell Holdings of Hong Kong unterzeichnet.
1992  
Der Vertrag über die Lavilin Skytrain wurde von der Regierung verworfen
1994  
Die Eisenbahnschienen von Nongkhai bis zur Friendschip Bridge wurde verlegt.
19.08.1995  
Die Abkürzung Khlong Sip Kao-Kaeng Khoi, Si Racha-Laem Chabang Zweiglinie [9 km] and Khao Chi Jan-Map Tha Put Zweiglinie [24 km] wurden eröffnet (nur für Güterzüge)
Mai 1995  
Das "Bangkok Land Skytrain" Projekt wurde von der Regierung verworfen
1996  
Vorschlag des Governor Bhichit zur Errichtung einer “Khlong Tramway” (entlang von drei großen Kanälen in Bangkok, wird nie realisiert)
Aug. 1997  
Hopewell Project verlässt das BERTS - Bangkok Elevated Road and Train System Projekt aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten und Korruption. Die Investitionsruinen sind heute noch zu sehen.
25.11.1999  
Die ersten beiden Skytrain (BTS) Linien gehen in Betrieb. Hellgrüne and dunkelgrüne Linie: National Stadium – Saphan Taksin und Mor Chit – On Nut)
2000  
Die zweigleisige Strecke von Bang Sue nach Taling Chan wurde fertig gestellt. Allerdings kann der Abschnitt Bang Sue-Bang Bamru nicht genutzt werden da die Signaltechnik noch fehlt und die Verstärkung der Rama VI Bridge nicht ausgeführt wurde.
25.07.2002  
Die zweigleisige Strecke von Ban Phachi nach Lopburi und Map Krabao wurde mit moderner Signaltechnik fertig gestellt.
01.10.2002  
Die zweigleisige Strecke von Nong Wiwat to Ban Pawai (Nordlinie) und von Nong Kuay nach Nong Bua (Nordostlinie) wurde fertiggestellt.
25.11.2002  
Die zweigleisige Strecke von Taling Chan nach Nakhon Pathom wurde ohne Signaltechnik fertig gestellt.
11.04.2003  
Die Station Thonburi wurde geschlossen und nach Bangkok Noi Station verlegt um die Erweiterung des Sirirat Hospital zu ermöglichen.
15.12.2003  
Die zweigleisige Strecke von Hua Mark nach Chachoengsao geht in Betrieb nachdem die Signaltechnik fertig gestellt wurde.
2003 oder Anfang 2004  
Eine kurze Erweiterung der Burma Linie, Abschnitt zwischen Nam Tok und Nam Tok Sai Yok Noi (1.4 km) wurde wiedereröffnet.
20.03.2004  
Es wurde eine Vereinbarung zwischen der thailändischen und laotischen Regierung über die Verlängerung der Nongkhai Strecke von der Friendship Bridge bis nach Tha Nalaeng unterzeichnet (3,5 km, es wäre die erste Eisenbahn in Laos).
03.07.2005  
Die erste Bangkok U-Bahn (MRT) wurde eröffnet (blaue Linie von Hualamphong-Bangsue).
09.10.2005  
Die zweigleisige Strecke von Bang Sue nach Bang Bamru geht in Betrieb.
   
     

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