Thailändische Kräuter & Gewürze:

  Stand: 20.06.2015      
 

Thai Chili:

Latein: Capsicum frutescens
Thai: Phrik khii nuu
Familie: Capsicum (Paprika)

Familie:

Die Chilipflanze gehört zur Familie der Paprika. Die Gattung Paprika (Capsicum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Verwandte Kulturpflanzenarten sind etwa Kartoffeln (Solanum tuberosum) und Tomaten (Solanum lycopersicum). Es wird sowohl die Pflanze als auch die Frucht als Paprika bezeichnet, vor allem für die Frucht gibt es noch weitere Namen, die Unterschiede in Schärfe, Größe und auch Farbe kennzeichnen. Die am weitesten verbreitete Art, zu der auch fast alle in Europa erhältlichen Paprika, Peperoni und Chilis gehören, ist Capsicum annuum. Die meisten Paprika enthalten den für die Schärfe verantwortlichen Stoff Capsaicin, erst in den 1950er Jahren wurden mit den Gemüsepaprika milde Sorten gezüchtet, die fast keine Scharfstoffe mehr enthalten.
 

Verbreitung:

Der Ursprung der Paprika-Arten und -Sorten ist Mittel- und Südamerika. Die Gattung entwickelte sich wahrscheinlich im Gebiet zwischen dem heutigen Südbrasilien und Bolivien. Die einzelnen Arten wurden durch Vögel bis nach Mittelamerika weiterverbreitet.
Die Arten C. annuum, C. frutescens und C. chinense entwickelten sich aus einem gemeinsamen Vorläufer, der im nördlichen Amazonasbecken (Nordwestbrasilien, Kolumbien) beheimatet war.

Durch den Imperialismus dieser Zeit und den zunehmenden Welthandel – vor allem durch die Portugiesen – breitete sich Sorten der Pflanzengattung schnell in Afrika, im Nahen Osten und Südostasien bis nach Japan aus. Sie wurde in vielen Ländern wie Indien und Thailand fester Bestandteil der heimischen Küche. Vorher wurden dort unter anderem Ingwer und Pfeffer als scharfe Gewürze genutzt.

Früchte:

Obwohl die Frucht umgangssprachlich und kulinarisch meist als Schote bezeichnet wird, handelt es sich botanisch gesehen um eine Beere. Die Fruchtwand besteht von außen nach innen aus einer festen Haut, auch Exocarp genannt, gefolgt vom eigentlichen Fruchtfleisch, dem Mesocarp und schließlich der Innenwand, dem Endocarp. An der Innenseite der ehemaligen Fruchtblätter befindet sich das deutlich hellere plazentale Gewebe, welches auch oftmals in Form von Scheidewänden (Plazentarleisten) das Innere der Frucht in verschiedene, nicht vollständig getrennte Kammern unterteilt. Auf der Plazenta und den Scheidewänden sitzen die Samen, die zum Teil den kompletten Innenraum der Frucht ausfüllen. Die Samen sind nierenförmig und glatt. Je nach Art ist ihre Farbe hellbraun bis schwarz, und das Tausendkorngewicht beträgt zwischen 5 und 8 Gramm.

Die Früchte sind sehr formen- und farbenreich. Von schmal-zylindrisch bis kugelig gibt es viele Erscheinungsbilder. Unterschiedlich ist auch die Form der Spitze der Frucht – von kegelförmig zugespitzt über abgerundet bis hin zu von mehreren Rundungen eingekerbten Vertiefungen reicht die Vielfalt. Das Fruchtwachstum zeigt ein sigmoides Verhalten, d.h. in der Mitte der Reifeperiode ist das Wachstum am stärksten, während zu Beginn und Ende ein sehr geringes Wachstum zu beobachten ist. In 28 bis 35 Tagen nach der Befruchtung haben die Früchte ihre endgültige Größe erreicht, anschließend steigert sich das Fruchtgewicht durch Verdickung der Fruchtwand weiter. Abhängig von der Sorte und den äußeren Bedingungen sind Paprikas 50 bis 120 Tagen nach der Befruchtung ausgereift. Reife Früchte können die Farbtöne rot, orange, gelb, braun oder auch weiß annehmen. Grüne, violette oder schwarze Früchte sind immer unreif, einige Sorten reifen über mehrere Farbstadien, z.B. von grün nach gelb zu rot, ab.

Allgemeines:

Das Wort Chili ist in den meisten Verwendungen abgeleitet vom Begriff für Chilischoten in der aztekischen Nahuatl-Sprache.
 

Schärfe:

Die Schärfe, die beim Verzehr von Chilis wahrgenommen werden kann, wird durch Stoffe aus der Gruppe der Capsaicinoide, vor allem durch Capsaicin verursacht. Im Gegensatz zu Stoffen, die die Geschmacksnerven auf der Zunge reizen, und damit für die Geschmacksempfindungen süß, sauer, salzig, bitter und umami verantwortlich sind, wird durch Capsaicin und dessen verwandte Stoffe ein Hitze- bzw. Schmerzreiz verursacht. Je mehr Capsaicin eine Chili enthält, desto schärfer ist sie. Die ab etwa 1950 in Ungarn gezüchteten süßen oder milden Paprika enthalten fast kein Capsaicin mehr. Peperoni enthalten etwa 5-mal soviel, ungarische scharfe Paprika etwa 10 mal soviel, Peperoncini etwa 50 mal soviel und sehr scharfe Arten (Tepin, Habanero) etwa 1000 mal soviel Capsaicin.

Das Capsaicin wird von Drüsenzellen gebildet, die sich auf der Epidermis der Plazentawand befinden, es ist als gelbes, teilweise kristallines Öl zwischen Zellwand und Cuticula zu finden. Da diese Drüsenzellen die einzigen Produzenten von Capsaicinoiden innerhalb der Frucht sind, enthalten die Plazenta und der Plazenta nahe Bestandteile der Frucht, wie die Samen oder die Samenscheidewände, besonders hohe Konzentrationen der Scharfstoffe. Plazenta und Samenscheidewände enthalten meist etwa 90 bis 99 % aller Capsaicinoide einer Paprikafrucht, die Capsaicinkonzentration in der restlichen Frucht nimmt mit zunehmender Entfernung von der Plazenta ab. Daher ist bei vielen scharfen Sorten die Spitze weit weniger scharf als das Stielende der Frucht.

Zur Bestimmung der Schärfe von Paprika wurde 1912 ein Vergleichsverfahren eingeführt. Aufgrund der nach dem Erfinder benannten Scoville-Skala wird heute noch die Schärfe von Chilis angegeben. Jedoch wird heute der Capsaicin-Gehalt chemisch-analytisch bestimmt. Die verschiedenen Paprikasorten können Scoville-Werte von 0 bis über 500.000 erreichen. Pures kristallines Capsaicin entspricht einem Schärfegrad von 15.000.000 bis 16.000.000 Scoville-Einheiten.

Die ungefähre Klassifizierung der Schärfe von Paprika reicht von mild (0–500 Scoville-Einheiten, z. B. Gemüsepaprika) über pikant (500–1.500 Scoville-Einheiten, z. B. Peperoni, Peperoncini) und mittelscharf (1.500–30.000 Scoville-Einheiten, z. B. Rocotillo-Chili, Wachspaprika) bis zu scharf: (30.000–500.000 Scoville-Einheiten, z. B. Cayennepfeffer, Habanero-Chili). Durch die Verwendung von Konzentraten ist es möglich, noch schärfere Chilisaucen herzustellen.

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Koriander

Latein: Coriandrum Sativum
Thai: phak chii
Familie: Apiaceae (Doldenblütengewächse).

Familie:

Koriander ist ein einjähriges Kraut aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Der Name leitet sich ab vom griechischen coris = Wanze und vom griechischen amon = Anis. Die Blätter riechen etwas nach Wanzen, die Beeren nach Anis. Vom Koriander werden sowohl die Früchte als auch die Blätter und in Thailand auch die Wurzeln als Gewürz verwendet (siehe auch: Gewürzpflanzen).
Die Früchte und Blätter enthalten unterschiedliche Aromen und können einander daher nicht ersetzen.

Verbreitung:

Die Pflanze stammt wahrscheinlich aus dem östlichen Mittelmeergebiet (Griechenland) oder Kleinasien.

Der Koriander, der in Russland und Mitteleuropa angebaut wird (var. microcarpum), hat kleinere Früchte (unter 3 mm) und enthält mehr ätherisches Öl als die orientalische Abart (var. vulgare), die von Nordafrika bis China sowohl wegen der Früchte als auch für das frische Kraut angebaut wird.
 

Blätter, Samen, Wurzeln:

Von der Pflanze werden die Früchte („Samen“), Blätter und, nur in Thailand, die Wurzeln verwendet.

Früchte und Blätter besitzen völlig verschiedene Aromen und können einander daher nicht ersetzen. Die Blätter lassen sich nicht ohne empfindlichen Geschmacksverlust trocknen.

Grundständige Korianderblätter haben eine breite, an Petersilie erinnernde Form und das beste Aroma. Die stengelständigen Blätter sind dagegen wesentlich feiner geteilt und schmecken weniger frisch.

Die Korianderwurzeln haben einen strengeres Aroma und werden in Thailand für Marinaden, Dips und Suppen verwendet.

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Galgant

Latein: Alpinia galanga
Thai: kha (ข่า)
Familie: Zingiberaceae, Ingwergewächse



Familie:

Thai-Ingwer (Alpinia galanga, Syn.: Maranta galanga) ist ein Gewürz und gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Es wird als unverzichtbarer Bestandteil der meisten Gewürzpasten in der thailändischen Küche verwendet. Die Bezeichnungen sind nicht ganz eindeutig, so spricht man mitunter von Galgant oder Galangawurzel, selten auch von Alpinia, in Indonesien von Langkuas oder Laos, der thailändische Name ist Kha (ข่า).

Verbreitung:

Er ist auf Hainan (China) heimisch und wird dort sowie in Thailand und ganz Südostasien angebaut.

Verwendete Pflanzenteile:

Das bis zu einem Meter lange Rhizom wird als Speisegewürz verwendet. Es riecht würzig und schmeckt bitter aromatisch sowie schwach brennend, erinnert etwas an Ingwer. Galgant ist Bestandteil von Gewürzmischungen (zum Beispiel Curry oder Leberwurstgewürz) und wird auch bei der Herstellung von Kräuterlikören geschätzt. Die Heilkunde verwendet das im Rhizom vorhandene ätherische Öl mit Gingerolen, Galangol, Flavonoiden und Gerbstoff. Neben der Anregung der Verdauung wirken die Inhaltsstoffe krampflösend sowie bakterien- und entzündungshemmend. Dadurch bietet sich eine Verwendung bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl sowie bei leichten krampfartigen Beschwerden im Magendarmbereich an.
Die Blätter des Galgants sind ebenfalls aromatisch, werden aber nur selten als Gewürz verwendet. Dasselbe gilt für die Samen, die man im Prinzip anstelle von Cardamom verwenden könnte

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Ingwer

Latein: Zingiber officinale
Thai: khing
Familie: Zingiberaceae, Ingwergewächse



Familie:

Ingwer, auch Ingber, Imber, Immerwurzel, Ingwerwurzel genannt, (botanische Bezeichnung Zingiber officinale, medizinische/pharmazeutische Bezeichnung für die Droge Rhizoma zingiberis) ist ein Ingwergewächs (Zingiberaceae) und gehört zu den Einkeimblättrigen (Liliopsida).


Verbreitung:

Ingwer scheint aus dem südchinesischen Raum zu stammen. Heute wird er im ganzen tropischen und subtropischen Asien (50% der Welternte stammen alleine aus Indien), in Teilen Afrikas, Brasilien und Jamaica angebaut; Jamaica-Ingwer mit seinem besonders intensiven Aroma wird im Westen am meisten gehandelt, während das nigerianische Produkt als sehr scharf, aber aromaarm gilt.

Verwendete Pflanzenteile:

Das große, fleischige Rhizom (Wurzelstock), das auch oft „Ingwerwurzel“ genannt wird, obwohl es sich um keine Wurzel handelt. Frischer Ingwer sieht charakteristisch geweihartig aus, getrocknet wird er zumeist in Form eines hellbeigen Pulvers gehandelt.
In ingwerproduzierenden Ländern verwendet man gelegentlich auch die frischen Blätter als Gewürz.

Die Rhizome werden − vor allem in Süd- und Ostasien, und dort schon seit langer Zeit − als Gewürz und Heilmittel (z. B. bei Husten) verwendet. Vor der Einführung der Chilischoten aus Amerika zu Beginn der Neuzeit war Ingwer in Ostasien meist das einzige verfügbare scharfe Gewürz. Zu Sushi wird beispielsweise oft süß-sauer eingelegter Ingwer (jap. shōga) als Beilage serviert. Ingwer hat eine antibakterielle Wirkung, wirkt antiemetisch (vor Erbrechen schützend), fördert die Durchblutung, steigert die Produktion der Gallensäfte und gilt als Aphrodisiakum. Je nach Produktionsmethode, Erntezeitpunkt und Zubereitungsart wird Ingwer ein mildes oder scharfes Gewürz.

Ingwer zählt zu den bekannteren Küchenkräutern und Gewürzen. So zerreibt man beispielsweise ein daumennagelgroßes geschältes Stück des Ingwer-Rhizoms auf der Küchenreibe und gibt es (kurz nach dem Kochen oder Braten) in Suppen oder auch auf Hühnchenfleisch. Es passt hervorragend zu Geflügel und Lamm sowie zu Fisch und Meeresfrüchten. Auch Lebkuchen, Printen, Milchreis, Obstsalat, Tee und fruchtige Kaltschalen werden mit gemahlenem Ingwer verfeinert.

Ingwer-Pflaumen sind in Sirup eingelegte Stücke frischen Ingwers. Als weitere süße Ingwerzubereitungen gibt es kandierten (auch mit Schokolade überzogenen) Ingwer und die in Großbritannien beliebte Ingwermarmelade. Junge Ingwersprossen dienen in den Tropen gelegentlich als sehr würziges Gemüse oder als Würzkraut.

Man kann aus Ingwer auch Bier oder Tee herstellen. Besonders als aromatisierende Beigabe im Grüntee zum Frühstück ist Ingwer sehr bekömmlich und immer beliebter. Die Schärfe belebt den Geist, der am frühen Morgen noch immer schläft. Das so genannte Ginger Ale ist eine alkoholhaltige Limonade mit Ingwergeschmack, die vor allem um die Mitte des 20. Jahrhunderts äußerst beliebt war. Der heute unter dem Namen Ginger Ale erhältliche Softdrink enthält keinen Alkohol. Ingwer ist u. a. auch in dem Kräuterschnaps Ratzeputz enthalten, wo es sich nach dem Genuss wohltuend auf den Magen auswirkt.
 

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Hariges Basilikum

Latein: Ocimum sanum oder Ocimum americanum
Thai: maeng-lak
Famile: Lamiaceae, Lippenblütengewächse

Familie:

Die Pflanzengattung Basilikum (Ocimum) umfasst etwa 60 Arten aus der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae), die insbesondere im temperierten Afrika und Südamerika heimisch sind, von denen aber einige Arten weltweit angebaut werden. Basilikum bezeichnet sowohl die Gattung Ocimum wie auch die bekannteste Art Ocimum basilicum, das in Mitteleuropa als Gewürz verwendete Basilikum. Sieben der Basilikum-Arten finden eine Verwendung in der Küche, Medizin und Religion.



Verbreitung:

Das harige Basilikum (Hairy Basil) ist im tropischen Asien verbreitet. Die kleinen weichen Haare an den Blättern dieser Pflanze gab ihr den Namen.

Verwendete Pflanzenteile:

Die haarigen Basilikumblätter und jungen Blüten werden in der thailändischen Küche gerne zur Verbesserung des Duftes in Suppen, Bambusgerichten, Curry etc.. Es wird auch gerne frisch gegessen und wird zu Eis bzw. Sirup verarbeitet. Die Samen werden gerne zur Gewichtsreduktion (erzeugt ein sättigendes Gefühl) mit heißem Wasser als Tee getrunken.
Das haarige Basilikum ist reich an Beta-Carotin.

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Basilikum

Latein: Ocimum sanctum
Thai:ka-phrao (กะเพรา)
Familie:  Lamiaceae, Lippenblütengewächse

Familie:

Die Pflanzengattung Basilikum (Ocimum) umfasst etwa 60 Arten aus der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae), die insbesondere im temperierten Afrika und Südamerika heimisch sind, von denen aber einige Arten weltweit angebaut werden. Basilikum bezeichnet sowohl die Gattung Ocimum wie auch die bekannteste Art Ocimum basilicum, das in Mitteleuropa als Gewürz verwendete Basilikum. Sieben der Basilikum-Arten finden eine Verwendung in der Küche, Medizin und Religion.

Verbreitung:

Die Gattung Ocimum ist über Asien, Afrika und Mittel- und Südamerika verbreitet, scheint aber in Afrika ihr Diversitätszentrum zu haben. Basilikum wurde wahrscheinlich zuerst in Indien in Kultur genommen.

Heute wird Basilikum in vielen asiatischen Ländern und im ganzen Mittelmeergebiet angebaut; Hauptexporteure für den europäischen Markt sind Frankreich, Italien, Marokko und Ägypten. Auch in Kalifornien werden erhebliche Mengen produziert
 

Verwendete Pflanzenteile:

Mehrere Basilikumarten finden eine ökonomische Verwendung durch den Menschen. Insbesondere die Arten O. americanum, O. basilicum, O. ×citriodorum, O. gratissimum, O. kilimandscharicum. O. minimum und O. tenuiflorum werden teilweise seit 3000 Jahren zum Zweck der Ölgewinnung (siehe Basilikumöl), als Gemüse, Gewürz oder Zierpflanze (O. americanum) angebaut. Indisches Basilikum ist wichtiger Bestandteil der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda und wird inzwischen in Mitteleuropa als Heiltee verkauft. Es eignet sich aber auch zum Vertreiben von Insekten.

Das Basilikum hat in verschiedenen Gebieten der Erde auch religiösen Charakter. Indien ist hierfür ein Beispiel. Nach hinduistischer Vorstellung ist die Tulsi-Pflanze Indisches Basilikum dem Gott Vishnu geweiht. Das Kraut symbolisiert ihn, seinen Avatara Krishna oder seine Frau Lakshmi.

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Thai-Basilikum

Latein: Ocimum basilicum/ Ocimum citriodorum/ Ocimum tenuiflorum
Thai: Horapa (โหระพา)/ Maenglak (แมงลัก) Krapao (กะเพรา)
Familie: Lamiaceae, Lippenblütengewächse

Familie:

Die Pflanzengattung Basilikum (Ocimum) umfasst etwa 60 Arten aus der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae), die insbesondere im temperierten Afrika und Südamerika heimisch sind, von denen aber einige Arten weltweit angebaut werden. Basilikum bezeichnet sowohl die Gattung Ocimum wie auch die bekannteste Art Ocimum basilicum, das in Mitteleuropa als Gewürz verwendete Basilikum. Sieben der Basilikum-Arten finden eine Verwendung in der Küche, Medizin und Religion.

Verbreitung:

Die Gattung Ocimum ist über Asien, Afrika und Mittel- und Südamerika verbreitet, scheint aber in Afrika ihr Diversitätszentrum zu haben. Basilikum wurde wahrscheinlich zuerst in Indien in Kultur genommen.

Heute wird Basilikum in vielen asiatischen Ländern und im ganzen Mittelmeergebiet angebaut; Hauptexporteure für den europäischen Markt sind Frankreich, Italien, Marokko und Ägypten. Auch in Kalifornien werden erhebliche Mengen produziert

Verwendete Pflanzenteile:

Horapa (auch Horapha) ist eine thailändische Bezeichnung für drei Arten der Pflanzengattung Basilikum, die als Gewürz verwendet werden.

In der thailändischen Küche verwendet man Horapa zum Würzen von Suppen und Curries, wobei man meist die Blätter über die fertigen Speisen streut oder kurz mitkochen lässt. Für Salate wird es auch ungekocht verwendet. In Vietnam wird es sehr oft roh als Garnitur zu den Speisen gereicht. In Europa ist es teilweise auch frisch im Fachhandel erhältlich.

Der Geschmack von Horapa erinnert an Basilikum mit einem Einschlag von Anis oder Lakritz und Minze.

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Kaffernlimette

Latein: Citrus hystrix DC
Thai: makrut (มะกรูด), luugmakrut (Frucht, ลูกมะกูด), bai makrut(Blätter, ใบมะกรูด)
Familie: Rutaceae, Rautengewächse

          

Familie:

Die Kaffernlimette (Citrus hystrix) ist eine Pflanze der Familie der Rautengewächse (Rutaceae) und mit Limette und Zitrone eng verwandt. Sie dient als Gewürz- und Heilpflanze.

Verbreitung:

Kaffernlimette stammt aus dem tropischen Asien und ist wahrscheinlich auf der Malaiischen Halbinsel heimisch. Sie wird heute in allen Ländern der Halbinsel und auch in Indonesien angebaut und wurde durch Auswanderer auch in die Karibik und die USA verbreitet.

Verwendete Pflanzenteile:

Kaffernlimette ist ein kleinwüchsiger Baum oder Strauch mit dornenbewehrten Zweigen. Die Blattstiele sind stark verbreitert ("geflügelt"), wodurch der Eindruck von zwei in Längsrichtung aneinandergewachsenen Blättern entsteht.

Aus den weißen Blüten entwickeln sich birnenförmige Früchte, die typischerweise nur 6 cm groß; sind. Die unebene, grobwarzige Schale verfärbt sich im Lauf der Reife von dunkelgrün nach gelb. Allerdings werden Kaffernlimettenfrüchte praktisch immer unreif, also grün, gehandelt.

Kaffernlimetten sind klein und saftarm; daher spielen sie keine Rolle zur Herstellung von Erfrischungsgetränken. Neben der Verwendung von Kaffernlimettenöl in der Parfümerie ist die Pflanze vor allem in der Kochkunst Südostasiens bedeutsam.

In der Küche verwendet man zumeist die frischen Blätter. Man kann sie, ähnlich wie europäische Lorbeerblätter, in soßigen oder suppenartigen Speisen mitkochen lassen, wobei sie ein pikant-zitronenartiges Aroma an die Speisen abgeben (zum Beispiel in folgenden Gerichten: tom yam gung (ต้มยำกุ้ง), tom yam gai (ต้มยำไก่) oder (tom yam pla (ต้มยำปลา)); sie sind jedoch zu zäh, um mitgegessen zu werden. In Thailand schneidet man die Blätter auch in haardünne Streifen, wodurch sie stärker würzen und auch problemlos mitgegessen werden können; in dieser Form verwendet man sie zu nordthailändischen pikanten Fleischsalaten. In Thailand und Kambodscha bereitet man auch Gewürzpasten, die zerriebene Kaffernlimettenblätter enthalten.

In Malaysia und Indonesien werden auch die Kaffernlimettenfrüchte zum Würzen genutzt. Man lässt dazu entweder grob zerschnittene oder gequetschte Kaffernlimetten in Schmorgerichten mitkochen (dabei entwickelt sich unvermeidbar auch etwas Bitterkeit aus dem Mesocarp), oder verwendet nur die äußerste Schicht der Schale (Exocarp).

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Zitronengras:

Latein: Cymbopogon citratus
Thai: takhrai (ตะไคร้), dschakhrai (จะไคร)
Familie: Poaceae, Süßgrasgewächse

 

Familie:

Das Zitronengras (Cymbopogon citratus), auch Lemongras, Citronella oder Sereh genannt, ist eine einkeimblättrige Pflanze und gehört zur Familie der Süßgrasgewächse

Verbreitung:

Die etwa 55 Arten dieser Gattung sind vor allem in Südasien, Südostasien, Australien, Sri Lanka und Indien heimisch.

Verwendete Pflanzenteile:

Die schilfartigen Blätter werden vor allem in der südostasiatischen Küche als Gewürz verwendet. Man verwendet es vor allem frisch. Getrocknetes Zitronengras ist in Stücken oder gemahlen im Handel, weist aber nur ein schwaches Aroma auf.

Die langen, frischen Blätter werden in Thailand zur Erzeugung von durstlöschenden Tees verwendet, in der Küche werden nur der saftige Stiel und die Basis der Blätter verwendet.

Besonders erwähnenswert ist die gesundheitliche Bedeutung des Zitronengrases, welche in letzter Zeit von der Wissenschaft entdeckt wurde: So ist bei der Nationalspeise Thailands "tom yam gung", deren Hauptgeschmacksträger Zitronengras ist, eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung nachgewiesen worden.

Zitronengras fördert das Konzentrations- und Denkvermögen; es wirkt anregend und erfrischend.

Zitronengras wird auch als Mittel gegen Stechmücken verwendet.

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